Hans Knauß erklärt Skihelm finden leicht gemacht Grundsätzlich sind eine große Auswahl und Vielfalt immer ein Segen. Vorausgesetzt man weiß, worauf es zu achten gilt. Hier einige Tipps vom Profiskifahrer persönlich.Knauß:
„Wenn ich einen Helm kaufe, gibt es 3 Aspekte auf die ich besonderen Wert lege!
|
| |
1. Passform
Das wichtigste Kriterium ist die Passform. Deshalb empfiehlt es sich, mit ausreichend Zeitbudget ins Geschäft zu kommen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Jeder Kopf ist anders, jeder Helm nicht. Der Helm passt, wenn er eng am Kopf sitzt, nicht drückt und bei geöffnetem Kinnband und offener Nackenfixierung trotz Kopfbewegungen nicht verrutscht. Wichtig: Die Kopfbandschnellverstellung soll bei Helmen mit diesem Feature nur der Feinjustierung dienen. Weitere komfortable Notwendigkeiten: Leicht und mit Handschuh zu bedienender Kinnbandverschluss. Dasselbe gilt für die Belüftungsschieber. Das Kinnband sollte mit einer fixen Polsterung ausgestattet sein und die Befestigungsriemen fürs Kinnband sowie die Ohrenpolster müssen leicht anpassbar sein. |
| |
2. Helmart
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Voll- und Halbschalenhelme. Erstere sind eher etwas für Rennläufer. Moderne Halbschalenhelme hingegen bieten viel Komfort und verfügen über eine schlagfeste Außenschale sowie eine Inneschale aus Styropor-Kügelchen. Beide sind fest miteinander verbunden. Brandaktuell sind Helme in Injection-Shell-Bauweise, die noch mehr Schutz und Komfort bieten. Seit kurzem gibt es Helme mit aktiven, regulierbaren bzw. passiven Belüftungssystemen, die mit Sicherheit für kühlen Kopf sorgen.
|
| |
3. Ski- und Sonnenbrille
Die Skibrille ist der natürliche Freund des Helmes. Deshalb treten sie meist gemeinsam auf. Die Brille muss sowohl auf dem Helm gut sitzen als auch nach dem Aufsetzen am Gesicht abschließen und dennoch das Gesichtsfeld nicht einschränken. Auf den richtigen Sitz und eine durchdachte Halterung der passenden Skibrille ist unbedingt zu achten.
|
| |
Tipp für Kids:
Damit auch unsere Kleinen optimal geschützt sind, sollte man auch bei Kinderhelmen auf einiges achten. Auch für Kinderköpfe gilt: Auch hier schützt nur ein perfekt sitzender Helm wirklich. Ein Helm sollte nie zum „Mitwachsen“ gewählt werden und moderne Verstellmechanismen sollten auch hier nur der Feinjustierung dienen. Einfache und für Kinderhände leicht zu bedienende Verschlussmechanismen sind ebenfalls wichtige Kriterien.
|
| |
Worauf man bei Helmen speziell achten sollte!
Das Tragen eines Helmes und dessen Sinnhaftigkeit steht schon lange außer Zweifel. Deshalb widmen wir uns in Folge einigen kniffligen Fragen zum Thema Auswahl des richtigen Modelles. Klar sind heute alle Helme sicher, die in Europa verkauft werden. Schließlich müssen sie zwingend den hohen Sicherheitsanforderungen der Norm EN 1077 entsprechen. Auch bei Gewicht und Komfort hat sich auf breiter Front vieles in die richtige Richtung bewegt.
Mittlerweile dürfte es sich auch schon herumgesprochen haben, dass ein Helm nach Stürzen, auf jeden Fall aber nach drei bis fünf Jahren im Einsatz erneuert werden sollte. Grund für den vorzeitigen, sturzbedingten Austausch sind unsichtbare Haarrisse, die danach auftreten können und die Sicherheit beeinträchtigen. Ohne Sturz gilt es den Alterungsprozess des Materials zu berücksichtigen, bedingt durch Feuchtigkeit, Schweiß und UV-Strahlung
|
| |
In Namen des Gesetzes!
Die Helmpflicht wird in vielen Ländern heftig diskutiert. Zur Sicherheit hier ein kleiner Überblick, gleichsam einige Bemerkungen nach den Buchstaben des Gesetzes:
•Österreich geht bei Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre auf Nummer Sicher. Das Gesetz wurde von der Bundesregierung beschlossen, die Umsetzung obliegt jedoch den Bundesländern. In Niederösterreich besteht Helmpflicht.
•In Italien besteht Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr. Die Polizei kontrolliert auf der Piste. Ohne Helm drohen der Entzug des Skipasses und ein beachtliches Bußgeld von bis zu € 200,-
•Kroatien und Slowenien Haben ebenfalls die Helmpflicht eingeführt. Sie gilt in beiden Ländern für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren.
•Die Schweiz setzt erfolgreich auf Aufklärungsarbeit. Trotz des Fehlens einer gesetzlichen Regelung kann das Land auf die europaweit höchste Tragequote verweisen.
•Auch in Schweden gibt es keine gesetzlich Helmpflicht. Kinder ohne Helm werden mit dem Skilift ganz einfach nicht befördert.
|
| |